Verschlussmarken Bambergs

Letzte Änderung dieser Seite: 11.10.2018

Hier haben wir alle Verschlussmarken mit Bezug auf unsere Heimatstadt Bamberg erfasst.
Für weitere Scanns und Hinweise zu diesem Thema sind wir dankbar.
Dies gilt auch für die fehlende Variante 2 "Commission für Retourbriefe Bamberg".

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Allgemeines Einzelne Verschlussmarken

Allgemeines
Verschlussmarken sind keine Briefmarken. Sie vervollständigen aber die Thematik um die Belange des Versandes von Briefsendungen.

Briefsendung sind nicht immer zustellbar, weil z.B. der Empfänger nicht ausfindig gemacht werden konnte oder die Annahme der Sendung verweigert wurde. Die Post war verpflichtet, die Sendungen an den jeweiligen Auflieferer zurückzugeben, die zu diesem Zweck eine Absenderadresse auf dem Brief anzugeben hatten.
War der Absender nicht ersichtlich und konnte auch aus der verwendeten Handschrift nach der Rücksendung an das Einlieferungspostamt nicht ermittelt werden, blieb als letzte Möglichkeit nur die Öffnung der Briefe, um ggf. anhand des Inhalts den Absender doch noch ausfindig machen zu können. Dies stellte aber eine vorsätzliche Verletzung des zu allen Zeiten höchst geachteten Briefgeheimnisses dar, die unter schwerer Strafe stand. Die Briefe durften daher nicht an Ort und Stelle geöffnet werden, sondern waren an das für das Einlieferungspostamt zuständige Oberpostamt einzusenden.
Bei den Oberpostämtern waren Abteilungen eingerichtet worden, die zur Öffnung derartig unzustellbarer Sendungen berechtigt, und deren Beamte im Besonderen auf die Wahrung des Briefgeheimnisses verpflichtet waren. Konnte der Absender auf diese Weise ermittelt werden, wurden Name und Adresse durch den öffnenden Beamten auf der Außenseite der Sendung vermerkt und die Sendung anschließend wieder verschlossen.
Zum Verschluss der Sendungen wurden zunächst die jeweiligen VerschIusssiegel der Oberpostämter verwendet, später für einige Oberpostämtern auch eigene Siegel beschafft, aus deren Inschrift die Amtlichkeit der erfolgten Brieföffnung ersichtlich war. Da das Siegeln mit Lack, auch im Hinblick auf stetig steigende Anzahlen der beförderten Briefe, sehr aufwändig und teuer war, ging man dazu über, die geöffneten Briefe stattdessen mit speziell gestalteten Verschlussmarken wieder zu verschließen.

Hinweise:
  • Im 19. Jahrhundert wurden Verschlussmarken in Vordruckalben gesammelt, so dass nur sehr wenige vollständige Belege aus dieser Zeit vorhanden sind.
  • Der belgische Händler Moens verfügte anscheinend über gute Kontakte zur bayerischen Postverwaltung, so dass er an ungebrauchtes Material der zu dieser Zeit in Gebrauch befindlichen Marken gelangte, die er zum Teil sogar in ganzen Bogen anbieten konnte.
  • Bemerkenswerterweise weist das Gros des heute noch in dieser Form verfügbaren Materials keinen Gummi auf. Auch zeigen diese Bestände, verglichen mit auf Belegen befindlichen Originalen, die nachweislich durch die Post gebraucht wurden, meist stark gealtertes Papier. Dies legt den Verdacht nahe, dass die Bogen auf minderwertigem Papier extra für den philatelistischen Handel entweder durch die Post selbst, oder durch leihweise Überlassung der Druckplatten von Moens angefertigt wurden.
  • Die Verwendungszeiten der einzelnen Verschlussmarken sind bedingt durch das Fehlen von Belegen und der Nachverwendung im Postdienst sehr schwierig und ungenau.
  • Die Oberpostdirektion Bamberg bestand unter der Deutschen Reichspost bis zum 20.02.1943. Ob bei der Reichspost die Aufgaben der Rückbriefstelle weiterhin in Bamberg durchgeführt wurde ist zur Zeit unbekannt.

Katalogisierung zu diesem Thema sind u.a. zu finden:
  • 1892 Catalogue Prix-Couram‘ de Timbres-Poste des belgischen Händlers Moens.
  • Archiv für Deutsche Postgeschichte Heft 2/1975 von Karl Kurt Wolter.
  • Der Retour-Brief mit einer ausführlichen Typisierung der bayerischen Retourmarken von Karl Kurt Wolter.
  • Bayern-Kataloge von Peter Sem.
  • Handbuch Retourverschlussmarken von Gerhard Weileder.

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Einzelne Verschlußmarken

Wappen mit 2 schildtragenden Löwen auf einem Podest

Schrift und Wappen gross.
Wappenpodest nicht gerade.
Verschlussmarke Wappen
Variante 1
Verwendungszeit 1869 - 1871.
Ggf. Fälschung.


Schrift und Wappen klein.
Wappenpodest gerade.
Text "COMMISION FÜR". Verschlussmarke Wappen
Variante 2
Verwendungszeit 1869 - 1871.
Schrift und Wappen klein.
Wappenpodest gerade.
Text "COMMISION_FÜR". Verschlussmarke Wappen
Variante 3
Verwendungszeit 1869 - 1871.

 
Retourbrief Kgl. Oberamt Bamberg
Die Varianten 1 und 2 sind gemeinsam auf einem Bogen hergestellt worden.

Retourbrief kurz Antiqua.
Verschlussmarke Antiqua
Variante 1a
Verwendungszeit 187x.
Retourbrief kurz Antiqua.
Verschlussmarke Antiqua
Variante 1b
Verwendungszeit 187x.
Setzfehler "Oheramt" statt Oberamt (Feld 8).


Retourbrief kurz Antiqua.
Verschlussmarke Antiqua
Variante 1c
Verwendungszeit 187x.
Kgl. Oberamt nach links verschoben.
Retourbrief lang Antiqua.
Verschlussmarke Antiqua
Variante 2
Verwendungszeit 187x.


Retourbrief Gotisch.
Verschlussmarke Gotisch
Variante 3
Verwendungszeit 1875 ?


Commission für Retourbriefe Bamberg

Retourbriefe Grotesk - Bamberg gerade.
Verschlussmarke Commission Retourbriefe
Variante 1
Verwendungszeit 1883.
Retourbriefe Antiqua - Bamberg kursiv.
Verschlussmarke Commission Retourbriefe
Variante 2
Verwendungszeit 1883.

 
Commission für Rückbriefe Bamberg

Commission und Rückbriefe Gotisch.
Verschlussmarke Commission Rückbriefe
Variante 1
Verwendungszeit 1888 - 1892.
"R" von Rückbriefe Franktur.
Verschlussmarke Commission Rückbriefe
Variante 2
Verwendungszeit 1896.


Kommission für Rückbriefe Bamberg

Linienrahmen
Verschlussmarke Kommission Rückbriefe
Variante 1
Verwendungszeit 1898 - 1905.
Zierrahmen - Papier Pergamin
Verschlussmarke Kommission Rückbriefe
Variante 2
Verwendungszeit 1908 - 1910.


Rückbriefstelle der K. Oberpostdirektion Bamberg

Zierrahmen - Papier Pergamin
Verschlussmarke Rückbriefstelle
Verwendungszeit 1914 - 1922.


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