Belege Bamberger Firmen, O - W

Letzte Änderung dieser Seite: 04.07.2021
Hier wollen wir Zug um Zug Belege mit Bezug auf unsere Heimatstadt Bamberg aufnehmen.
Jeder Sammlerfreund ist aufgerufen entsprechende Dokumente oder Scans beizusteuern.
Sofern die Belege besondere Stempel enthalten siehe unter Poststempel.

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O


Oehlhorn & Kahn Metallwarenfabrik
Die Firma wurde 1913/1914 von Georg Oelhorn und Sali Kahn in der Hallstadter Straße 73 gegründet. Sali Kahn war der Neffe von Louis Kahn (Wäschefabrik Elka). Am 15.10.1938 musste Sali Kahn seinen Geschäftsanteil an Dr. Woelz verkaufen (arisieren). Die Firma wurde in Oelhorn und Woelz umbenannt.
Sali Kahn konnte im April 1939 aus Deutschland nach Belgien fliehen. Von dort weiter nach Frankreich mit zahlreichen Internierungen und letztendlich Flucht in die USA, wo er jedoch 1942 verstarb.
Georg Oelhorn verstarb 1941. Seine Erben Ernestine Oelhorn und der Sohn Heinz wurden von Dr. Woelz aus der Firmenleitung verdrängt und 1943 entlassen. Ab Oktober 1945 führte ein von der Besatzungsmacht eingesetzter Treuhänder die Firma. Aufgrund des von der Familie Kahn eingeleitetem Rückerstattungsverfahrens musste Dr. Woelz die Firma im September 1950 verlassen, wobei er 15000 DM, Maschinen und Halbzeuge als Ersatz erhielt. Die Firma wurde umgehend wieder in Oelhorn und Kahn umbenannt und von Heinz Oelhorn geleitet. Die Familie Kahn kehrte nicht mehr nach Deutschland zurück. Sie verkauften ihre Anteile 1954 an die Familie Oelhorn.
Im Januar 2015 hat die Firma Insolvenz beantragt. Am 24.06.2015 hat die Firma Geka aus Bechhofen (Landkreis Ansbach) die Firma Oeka gekauft. Aus dem Betrieb ist der Bereich OekaTech Automotive ausgegliedert worden, während die übrigen Geschäftsbereiche in die Bereiche von Geka eingegliedert wurden.
Der Bereich Geka wird 2019/2020 aus Bamberg an den Stammsitz nach Bechhofen verlagert. Der Bereich OekaTech Automotive bleibt an seinem Sitz in Bamberg, Laubanger.
Brief der Firma im Fernverkehr bis 20 g, 1920

Oelhorn & Kahn 1920


Der Brief ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2" gestempelt. Der 2. Tagesstempel ist kopfstehend.
 
Brief ins Ausland bis 20 g, 1942

Oelhorn & Woelz 1942
Der Brief wurde vom Oberkommando der Wehrmacht zensiert (geöffnet). Siehe hierzu den seitlichen Zensurstreifen und den roten Zensurstempel.

Siehe auch:

Otto K. K. Cigarrenlager Groß- und Einzelhandel, Grüner Markt 17 und Filiale Geierswörthplatz 2.
Amtliche Postkarte Bayern - Bayern, P 7 hellgrün von 1876. Gültig bis 31.01.1893. Privater Zudruck auf der Rückseite.

Otto 1876 ff.
Vorderseite
Otto 1876 ff.
Rückseite

Oster & Loew Rechtsanwälte, Promenade 12 (heute Tanzschule Rössert)
Fernbrief bis 20 g, 1920

Oster & Loew 1929


Der Brief ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2" gestempelt.

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P


Pabst & Nöth Dominikanerstraße 5
Brief im Fernverkehr, 26.02.1946.

Pabst & Nöth 1946

Der Brief ist mit dem Stempel Gebühr/Entgelt bezahlt, Notmaßnahmen nach 1945 gestempelt.

Pfälzer Bank Bankfiliale Bamberg
Die Bank wurde 1883 durch Übernahme der 1867 errichteten Volksbank Ludwigshafen gegründet. Bis zum 1. Weltkrieg wurden zahlreiche Banken übernommen. Nachdem Ende 1921 Devisenhändler der Münchener Niederlassung der Bank durch ungenehmigte und verheimlichte Devisen-Termingeschäfte einen Verlust von 340 Mio. M zugefügt hatte (Eigenkapital 100 Mio) erfolgte eine Rettung durch die Rheinische Creditbank und die Deutsche Bank. Die Bank wurde im Februar 1922 aufgeteilt. Die Rheinische Creditbank übernahm die Niederlassungen in der Pfalz, in Baden und in Hessen, während die Deutsche Bank die rechtsrheinischen Niederlassungen (Frankfurt a.M., München, Augsburg, Nürnberg, Fürth und Bamberg) erhielt. 1929 übernahm die Deutsche Bank auch die Rheinische Creditbank.
Tauchbootbrief der Bank nach Argentinien 1917

Pfälzer Bank 1917
Das Deutsche Reich versuchte während des 1. Weltkrieges den Handelsverkehr für kriegswichtige Güter und Diplomatenpost mit dem amerikanischen Kontinent aufrechtzuerhalten. Die Seeblockade, die die direkten Kriegsgegner errichtete hatten, sollte mit Hilfe von Handels-U-Booten umgangen werden. Zum Betrieb dieser Handels-U-Boote gründeten der Bremer Großkaufmann Alfred Lohmann, die Reederei Norddeutscher Lloyd und die Deutschen Bank am 8. November 1915 die Deutsche Ozean-Reederei (DOR).

Die dritte Tauchbootfahrt, die am 15. Januar 1917 starten sollte, wurde wegen Eintritts der USA in den Krieg als Kriegsgegner von Deutschland nicht angetreten. Alle Waren und Postsendungen, die zur Beförderung bei der Werft in Bremen gelagert waren, wurden den Absendern zurückgegeben. Die Postsendungen erhielten den Stempel „Zurück. Wegen Einstellung des Tauchbootbriefverkehrs zurück an den Absender“. Den Absendern wurde das bereits bezahlte Beförderungsentgelt und die Kosten für die Zuleitung der „Tauchbootbriefe“ erstattet. Allerdings musste hierfür der Briefumschlag als Quittung bei der Post abgegeben werden. Diese zurückgegebenen Umschläge wurden später dem Briefmarkenhandel überlassen.
Pfälzer Bank Zurück Pfälzer Bank Zurück
Links:
Stempel Zurück.

Rechts:
Stempel der Deutsche Ozean-Reederei (DOR) Bremen vom 30.01.1917 (schlechte Qualität).
 

Pfister, Johann Matthäus Kaffee- und Teegroßhändler, Mühlwörth 6
Brief im Fernverkehr, 08.03.1920.

Pfister

Der Brief ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2", Variante 1 gestempelt. Einer der Tagesstempel kopfstehend.

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R


Raulino Johann Peter Rauch- und Schnupftabakfabriken
Amtliche Antwortpostkarte - Bayern, P 11 II 5 Pfennig Wappen dunkelgrün, 1877.
Hier Antwortteil mit Vordruck an die Firma Raulino 1879.

Raulino
 

Amtliche Antwortpostkarte - Bayern, P 32/02 5 Pfennig Wertziffer auf Rautengrund lila, 1884.
Hier Frageteil mit Vordruck der Firma Raulino an die Firma Bauer 1887.

Raulino 1887
Vorderseite
Raulino 1887
Rückseite


 
Amtliche Antwortpostkarte - Bayern, P 46/01 5 Pfennig Wertziffer auf Rautengrund grün, 1895.

Raulino Antwortpostkarte vorne
Antwortpostkarte Vorderseite - Antwortteil nachstehend
Raulino Antwortpostkarte Rückseite
Antwortpostkarte Rückseite - Antwortteil nachstehend



Raulino Antwortteil vorne
Antwortteil Anschriftenseite
Raulino Antwortteil Rückseite
Antwortteil Rückseite

Amtliche Postkarte - Bayern, P 83/01 5 Pfennig Wertziffer auf Rautengrund grün, 1910.
Die Rückseite ist unbedruckt.

Raulino 1910
 
 
Amtliche Antwortpostkarte - Bayern, P 89/04 5 Pfennig Prinzregent Luitpold grün, 1914.
Hier Antwortteil mit Vordruck an die Firma Raulino.

Raulino 1914
 


Postkarte der Firma Raulino für Bestellungen, 1936.

Raulino 1936
Vorderseite
Raulino 1936
Rückseite
Raulino 1936
Auszug


Die Bestellung wurde am 14.12.1936 in Warmersdorf getätigt und in der Poststelle Buchfeld (Nachbarort) am gleichen Tag abgestempelt (siehe Auszug). Die Karte wurde der Bahnpost Frensdorf - Schlüsselfeld übergeben und am 14.12.1936 abgestempelt. Eingang bei der Firma Raulino am 15.12.1936 (siehe Auszug).


 
Paketkarte für Paket im Inland, 1943
Barfreimachung mit Paketkartenstempel

Raulino
Auszug
Renner Andreas Erste Oberfränkische Ofenrohr- und Rohrbogenfabrik
Die Firma wurde 1889 als erste oberfränkische Ofenrohr- und Rohrbogenfabrik gegründet und war in der Geisfelder Straße/Armeestraße ansässig. Nach einer Insolvenz 12.2009 wurde die Firma von einer Familien-GmbH Renner-Schröder weitergeführt. Seit der weiteren Insolvenz Ende 2017 ist der Betrieb geschlossen.
Fernbrief bis 20 g von 1912.

Renner 1912
Der Brief ist mit dem Bandstempel Bamberg 2 - ohne PLZ - in der Variante 1 (Tagesstempel mit Gitterbögen - 6 Striche) entwertet.
 
Rödel Max Briefmarkenhandel
Amtliche Postkarte - Amerikanische Zone, P 903/02 6 - Pfennig violett, 09.1945 mit privaten Zudrucken vom 07.06.1946.

Rödel 1946
Vorderseite Karte 1 - Wertrahmen Typ I

Siehe auch Karte 2 (Unterschiede).
Rödel 1946
Rückseite Karte 1

Amtliche Postkarte - Amerikanische Zone, P 903/01 6 - Pfennig violett, 09.1945 mit privaten Zudrucken vom 12.06.1946.

Rödel 1946
Vorderseite Karte 2 - Wertrahmen Typ III
Typenunterschiede bei den Wertziffern der Karten 1 und 2:

Rödel 1946
Karte 1 mit eingerollter 6.
Hiervon Typen:
  • Typ I:  Wertrahmen 19,0x22,0 mm.
  • Typ II: Wertrahmen 20,5x23,0 mm.
Rödel 1946
Karte 2 mit offener 6.
Hiervon Typen:
  • Typ III: Wertziffern gleich groß.
  • Typ IV: Wertziffer rechts größer.
Auch bei den Druckvermerken gibt es Unterschiede:

Rödel 1946  
Geschlossene 4 - a.
Rödel 1946
Offene 4 - b.
Rödel 1946  
Eingerollte 6 c.
Rödel 1946  
Offene 6 -d.


Mögliche Varianten:
Nr. Druckvermerk Wertziffern
Typ I Typ II Typ III Typ IV
P 903 /01 a + c x x x x
P 903 /02 b + c x x
P 903 /03 a + d x x x
P 903 /04 b + d x
P 903 /05 a + c, aber ohne Klammer nach "(8.45" x
P 903 /06 a + d, aber ohne Klammer nach "(8.45" x





 
Roppelt Friedrich Kerzenfabrik, Königsstraße 27 (Eckhaus zur Letzengasse)
Die Firma war bereits 1878 bis 1930 in den Bamberger Adressbüchern zu finden.
Postkarte im Fernverkehr vom 12.02.1919.

Roppelt 1919
Die Postkarte ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2" gestempelt.

Das Wappen auf der Postkarte ist auch auf einer Reklamemarke der Firma zu finden.

Siehe auch
Rosenfelder Max Hopfenhandlung, Hainstraße 17 (heute Bayer. Versicherungskammer)
Die Firma war einer der vielen jüdischen Hopfenhandlungen in Bamberg.
Max Rosenfelder war der Großvater von Hugo Löbl.
Auslandsbrief vom 09.07.1919.

Rosenfelder 1919
Der Brief ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2" gestempelt.

Siehe auch:

 
Rothkeppel Friedrich Handlung, Karolinenstraße 1
Amtliche Postkarten - Bayern, P 25 I 3 Pfennig Wertziffer auf Rautengrund hellgrün mit verschiedenen Zudrucken auf der Rückseite, 1883.

Rothkeppel
Karte 1: Vorderseite
Rothkeppel
Karte 1: Rückseite






 
Rothkeppel
Karte 2: Vorderseite
Rothkeppel
Karte 2: Rückseite






 
Amtliche Postkarten - Bayern, P 25 II 3 Pfennig Wertziffer auf Rautengrund hellgrün mit verschiedenen Zudrucken auf der Rückseite, 1884.
Die Postkarte hat im Gegensatz zu P 25 I einen zweizeiligen Vermerk unter "POSTKARTE" und links unten das Kontrollzeichen "A".

Rothkeppel
Karte 3: Vorderseite
Rothkeppel
Karte 3: Rückseite







 
Rudhart Peter Futtermittel- und Hundekuchenfabrik, Markusplatz 16
Drucksache Fernverkehr bis 50 g, Marke gültig vom 01.01.1890 - 30.06.1912.

Rudhart 18xx
Drucksache Fernverkehr bis 50 g.

Rudhart 1902
Vorderseite
Rudhart 1902
Rückseite



 
Fernbrief mit falscher Frankatur, 02.11.1923.
Die Gebühr betrug vom 20. - 31.10.1923 10 Millionen Mark. Ab 01.11.2013 wären 100 Millionen richtig gewesen.

Rudhart 1923
 
Rübsam Carl Heinrich Malzfabrik
Der aus Fulda stammende Besitzer der Malzfabrik Rübsam betrieb auch die Bamberger Brauerei Bärenbräu bzw. ab 1906 die fusionierte "Bären- und Eckenbüttnerbräu AG".
Brief im Fernverkehr bis 15 g, 25.04.1899

Rübsam
Der Tagesstempel hat die Ziffer 1 mit geradem Fuß und Punkt.

Amtliche Antwortpostkarte - Bayern, P 89/02 5 Pfennig Prinzregent Luitpold grün mit Zudruck der Malzfabrik Rübsam, 1912.

Rübsam Antwortpostkarte vorne
Antwortpostkarte Vorderseite - Antwortteil nachstehend
Rübsam Antwortpostkarte Rückseite
Antwortpostkarte Rückseite - Antwortteil nachstehend


Rübsam Antwortteil vorne
Antwortteil Anschriftenseite
Rübsam Antwortteil Rückseite
Antwortteil Rückseite

 
Ruppert Paul Kaufmann, Hainstraße 6
Drucksache im Fernverkehr bis 50 g.

Ruppert 18xx
Der Tarif von 3 Pfennig galt bis 30.09.1918.
Die Briefmarke vom 01.01.1876 galt bis 31.01.1893.
Der Tagesstempel wurde zwischen 1876 bis 1883 verwendet.
Die Karte ist daher zwischen 1876 und 1883 aufgegeben worden.

Die Adresse ist aus dem Adressbuch der Stadt Bamberg von 1878.

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S


Schaller & Langheinrich Großhandel Garne, Friedrichstraße 13
Drucksache Fernverkehr, 13.01.1900

Schaller & Langheinrich 1900

Postkarte Ausland, 1912

Schaller & Langheinrich 1912
Vorderseite
Schaller & Langheinrich 1912
Rückseite
Postkarte Ausland, 1914 - 1916 vorkommend

Schaller & Langheinrich 1914
Vorderseite
Schaller & Langheinrich 1914
Rückseite
 
Schedel Hans Fischerei 3
Drucksache bis 50 g, 18.01.1919

Schedel
Schenk J. Großhandel Kolonialwaren
Drucksache bis 50 g, 1910

Schenk Großhandel Kolonialwaren
Vorderseite
Schenk Großhandel Kolonialwaren
Rückseite
 
Schmidt Druckerei
Amtliche Postkarte - Bayern, P 8 II 5 Pfennig Wappen grün mit Zudruck auf der Rückseite.
Bisher lag uns eine Karte aus dem Jahr 1877 vor.

Druckerei Schmidt
Vorderseite
Druckerei Schmidt
Rückseite
Druckerei Schmidt
Auszug aus der Rückseite






 
Schmidt & Winterling Nähseidenfabrik
Die Firma Kupfer & Mohrenwitz Monopol Textilwerk in der Luitpoldstraße 40 wurde Ende 1938 durch die Porzellanfabrik Schmidt und Winterling aus Windischeschenbach arisiert. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Firma treuhänderisch weitergeführt.
Fernbrief bis 20 g mit Gebühr-bezahlt-Stempel einzeilig im Rahmen, 31.05.1946.

Schmidt & Winterling Nähseidenfabrik
Schmitt Jakob Fabrik für elektrische Bedarfsartikel, Lange Straße 23
Postkarte im Fernverkehr, 31.12.1919

Schmitt elektr. Bedarfsartikel


Der Brief ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2" gestempelt.
Schmitt Drs. Rechtsanwälte, Brückenstraße 1
Brief im Fernverkehr, 20.09.1938

# Schmitt Drs. Rechtsanwälte

 
Schubart B. Haushaltswaren, Obere Königsstraße 35
Das Geschäft von B. Schubart wurde 1885 aus Oberlangenstadt nach Bamberg, Obere Königsstraße 35, verlegt. Ab 1921 wurde das Geschäft von Herbert Schubart und Fritz Triest (Schwager von Schubart) geführt. Nach jahrelangem Druck durch die Nationalsozialisten waren die Besitzer gezwungen ihre Firma an ihre bisherigen Angestellten Rathgeber und Anton Hergenröder am 10.06.1938 zu verkaufen. Der Käufer Anton Hergenröder war der ausdrückliche Wunsch der Familie Schubart. Ab 27.07.1938 firmierte die Firma als Rathgeber & Hergenröder OHG. Grundstück und Gebäude blieben im Besitz der Alteigentümer, wurden aber am 16.03.1939 ebenfalls an die Firma Rathgeber & Hergenröder OHG verkauft. Die Familien Schubart und Triest konnten in die USA entkommen.
In einem Rückerstattungsverfahren wurde zwischen der Familie Schubart und Hergenröder u. a. vereinbart. Die Firma Rathgeber & Hergenröder OHG wird zum 01.01.1949 aufgelöst. Die Firma wird von Anton Hergenröder als Alleineigentümer weitergeführt. Die Familie Schubart erhält Grundstück und Gebäude zurück, die gegen Miete der Firma Hergenröder überlassen werden. Die Familie Schubart erhält eine Leibrente und lebenslanges Wohnrecht.
Der bisherige Mitinhaber Rathgeber betrieb bis in die 1960er-Jahre ein Haushaltswarengeschäft in der Luitpoldstraße.
Die Firma Anton Hergenröder ist nach dem Tod des Besitzers inzwischen erloschen.
Einschreibebrief im Fernverkehr bis 20 g, 27.11.1902

Schubart

Schuster Johann Gabr. siehe unten, Heinrichstraße 4 und 6
Brief im Fernverkehr, 22.10.1911

Schuster Johann


Über die Firma konnten keine Angaben gefunden werden. Der Inhaber Franz Veit wird mit der o.g. Adresse im Adressbuch von 1930 als Privatier für kaufmännische Vertretungen geführt.


 
Schwager G. M. Fischhandlung/Kolonialwaren, Obere Königstraße 2
Amtliche Postkarte - Bayern, P 1/II vom 01.01.1873 im Fernverkehr nach Schwabach, 187x.
Karte zwischen 01.01.1873 bis 31.12.1875 (Portoerhöhung).

Schwager Fischhandlung
Vorderseite

Schwager Fischhandlung
Auszug aus Vorderseite
Schwager Kolonialwaren
Rückseite
Brief im Fernverkehr bis 15 g, 12.02.1876

Schwager Fischhandlung
Postkarte im Fernverkehr, 1910

Schwager Fischhandlung
Vorderseite
Schwager Kolonialwaren
Rückseite
 
Brief im Fernverkehr, 27.04.1920

Schwager Fischhandlung
Der Brief ist mit dem Serienstempel Bamberg 2 in der Variante 1 (Tagesstempel mit Gitterbögen - 6 kurze Striche - keine durchgehende Linie) entwertet.
Schwarz Friedrich Bekleidungshandel
Brief im Ortsverkehr, 1911. Marke "25 Jahre Regentschaft Prinz Luitpold".

Schwarz 1911
Vorderseite
Schwarz 1911
Rückseite

Seyfferth Hanns Dr. Baumwollagentur, Sophienstraße 6 (heute Willy-Lessing-Straße)
Drucksache bis 25 g, 12.04.1927

Seyfferth Baumwollagentur 1927
 
Sibermann Simon Schnittwaren (Tuchhandlung), Grüner Markt 13
Einschreibbrief im Fernverkehr bis 20 g, 21.08.1914

Silbermann Tuchwaren
Söldner Heinrich Bauspenglerei, Pödeldorfer Str.13
Drucksache 50 bis 100 g, 1924

Spenglerei Söldner

Stark N. Tuchgroßhandlung, Friedrichstraße 4/I
Brief im Fernverkehr, 19.04.1923

Stark N. 1923


Die Firma bzw. die Inhaberin Freudenthal ist in den Adressbüchern bis 1934 vorhanden.
 
Sulzbeck Kaufmann, Kunigundendamm 54
Paketkarte im Inland, 1920

Sulzbeck 1920


Die Firma bzw. der Inhaber Sulzbeck ist in den Adressbüchern bis 1930 vorhanden.
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T


Tagblatt
Die Lokalzeitung Bamberger Tagblatt entstand 1834. Die Zeitung fusionierte 1933 mit dem Fränkischen Volk unter dem Titel Bayerische Ostmark. Nach dem Zweiten Weltkrieg erteilen die Alliierten 1945 erneut eine Zeitungslizenz. Die erste Ausgabe des Fränkischen Tages erschien 1946.

Bamberger Tagblatt 1926


Streifbandzeitung von 1926

Siehe auch
Tietz Warenhaus
Die jüdischen Familien Tietz eröffneten in ganz Deutschland unter dem Namen H. & C. Tietz (Hermann & Chaskel) Filialen mit einem gemeinsamen Einkauf. Das Bamberger Geschäft wurde 1886 von Karl und Markus Tietz in der Hauptwachstraße 14 gegründet. Bereits ab 1887 nur noch Markus Tietz. Das Bamberger Haus eröffnete weitere Filialen in Schweinfurt, Erfurt, Chemnitz und Gera.
  • 1892 kam eine Filiale in der Dominikanerstr. 5 hinzu (kleiner Tietz).
  • 1894 wurde das Anwesen Grüner Markt 18 (später Filmpalast, heute Kochlöffel) erworben.
  • 1910 wurde unter Leitung von Gustav Gerst (Schwiegersohn des Gründers) und Frau Tietz das heutige Anwesen Grüner Markt 21 - 25 eröffnet. Architekt des Neubaus war J. Kronfuß, der auch die 1938 zerstörte Synagoge am Wilhelmsplatz gebaut hatte.
  • 1926 wurden die Gebäude am Maxplatz und an der Fleischstraße erworben und mit den vorhandenen Gebäuden verbunden.

Gustav Gerst konnte 1937 mit seiner Frau nach Schweden und später in die USA entkommen. Die Bamberger Tietz-Gruppe wurde am 01.12.1938 aufgrund des Drucks des Bamberger Einzelhandels geschlossen und nicht arisiert, obwohl Interessenten vorhanden waren.
Während des 2. Weltkrieges belegten Landschützentruppen, das Heeresverpflegungsamt und die Reichsjugendführung das Gebäude. Bei Kriegsende wurde das Haus von der Bamberger Bevölkerung geplündert. Danach wurden zeitweise Flüchtlinge und die Greiffwerke untergebracht.
Nach einem Rückerstattungsverfahren mit erheblicher Entschädigung für Frau Gerst wurde das Haus unter neuen Besitzern am 21.07.1951 als Hertie (Hermann Tietz) wieder eröffnet. Das Haus wurde 1994 vom Karstadt-Konzern übernommen und in Karstadt umbenannt.
Postkarte im Fernverkehr, 19.03.1909

Tietz
 
Timper Conrad Handelsagentur, Steinertstraße 10 (Schiffbauplatz zum Markusplatz)
Herr Timper erhielt 1927 den Titel "Kommerzienrat".
Brief im Fernverkehr mit Einschreiben und Rückschein (10+20+20 Pf.), 1910

Timper 1910
Drucksache bis 25 g, 03.12.1922

Timper 1922
Das Porto von 2 RM galt vom 15.11. - 14.12.1922.

Der Brief ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2" gestempelt.
 
Thierfelder F. A.
Amtliche Postkarten - Bayern, P 43/01 3 Pfennig Wertziffer auf Rautengrund braun mit Zudruck auf der Rückseite für den Ortsverkehr, 1896.


Thierfelder 1895
Vorderseite
Thierfelder 1895
Rückseite

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U

Ullmann Wendelin Farben, Kasernstraße 13; jetzt Elisabethenstraße 2b
Postkarte im Fernverkehr, 19.12.1922
Portogerecht mit 15 Mark frankiert (Inflation).

Ullmann 1922
Postkarte im Fernverkehr, 1938

Ullmann 1938
Postkarte im Fernverkehr, 1951
Wellenstempel mit 6 Wellen. Ende der 2. Welle auf Höhe des oberen Stegs.

Ullmann 1951
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W


Wassermann Bankhaus, Lange Straße 26 bzw. ab 1901 Willy-Lessing-Str. 1 (heute Ärztehaus).
Das jüdische Bankhaus wurde 1850 als Großhandel für Leder und Textilien gegründet. In den folgenden Jahren Einstieg in das Bankgewerbe. Bereits 1889 erfolgte die Gründung einer Berliner Niederlassung. Daneben waren weitere Häuser in ganz Europa vorhanden. Beide Banken wurden ab 1928 als selbstständige Gesellschaften geführt, wobei die Teilhaber der Bamberger Bank Teilhaber in Berlin und umgekehrt waren. Daneben stellte die Familie Wassermann mit Oscar Wassermann auch einen Vorstand der Deutschen Bank (bis 1933).
Ende 1937 entschlossen sich Julius und Albert Wassermann zur Aufgabe des Geschäftes. Am 25.04.1938 wurde ein Gesellschaftervertrag mit Herrn Wunder (180 000 RM), Herrn von Wendland (20 000 RM) und den bisherigen Inhabern (100 000 RM) geschlossen. Die Genehmigung des Vertrages wurde durch den Ansbacher Regierungspräsidenten nur unter der Auflage "Reduzierung Anteil Wassermann" auf 60 000 RM. Bereits nach der Reichspogromnacht mussten die jüdischen Geschäftsanteile jedoch ausbezahlt werden. Die Familie Wassermann musste auf alle weiteren Vermögensansprüche verzichten.
Ab 01.01.1939 wurde ein neuer Gesellschaftervertrag geschlossen. Anstelle der Familie Wassermann wurden von der Deutschen Industrie-Obligationen, Berlin, Geschäftsanteile über 250 000 RM gezeichnet. Die Firma firmierte dann als Wunder, von Wendland & Co. Die Deutschen Industrie-Obligationen ist heute die IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf.
Brief im Fernverkehr, 06.06.1922.

Wassermann


Der Brief ist mit dem Serienstempel "Nimm ein Postscheckkonto, Bamberg 2" gestempelt.

 
Weyermann Michael Malzfabrik, Brennerstraße 17
Die Malzfabrik Michael Weyermann ist auch heute noch in Bamberg tätig.
Zur 100-Jahr-Feier des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig wurde eine Ansichtskarte mit dem Völkerschlachtdenkmal aufgelegt.
Die Firma Weyermann hat bereits 1909 mehrere Privatpostkarten (mit eingedrucktem Postwertzeichen) mit dem Schloss Neuschwanstein herausgegeben. Siehe unter Belege, Privatpostkarten, Weyermann.
Postkarte zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals, 18.10.1913.
Postkarte war nicht portogerecht frankiert. Ortsverkehr 2 Pf., Fernverkehr 5 Pf.

Weyermann
Vorderseite 138x86 mm
Weyermann
Rückseite





 
Einschreibebrief vom 30.10.1913.

Weyermann
Brief im Fernverkehr bis 20g (10 Pf.) und Einschreibgebühr 20Pf.

Wieland Fritz Elektrotechnische Fabrik, Brennerstraße 10 - 14
Die Firma wurde 1910 von Fritz Wieland in Bamberg gegründet. Fritz Wieland erfand 1925 die erste sichere elektr. Verbindungsklemme. 1938 übernahm der Sohn Friedrich Wieland die Führung der Firma, die während des 2. Weltkrieges in den Stollen des Oberen Stephansberges produzierte. Das Werk in der Brennerstraße wurde im Februar 1945 fast vollständig zerstört. Trotzdem gelang es in kurzer Zeit die Produktion wieder aufzunehmen. Friedrich Wieland verstarb 1983.
Inzwischen hat das Familienunternehmen weltweit Tochtergesellschaften sowie neben den Fertigungslinien in Bamberg auch Produktionseinheiten in Tschechien und China. Die Wieland Holding, der seit 1998 auch die STOCKO Contact GmbH & Co. KG in Wuppertal angehört, ist in über 70 Ländern vertreten und beschäftigt ca. 2.200 Mitarbeiter. Die Firma befindet sich weiter im Familienbesitz.
Drucksache bis 25 g, 1926
Der Brief der Firma Wieland ist gleichzeitig eine Werbung für die Produkte.

Elektrotechnik Wieland
Vorderseite
Elektrotechnik Wieland
Rückseite

 
Brief, 1931 (Portohöhe unklar)
Frankiert mit Band-Postfreistempel - Wertrahmen "Achteck" und Zeitangabe in 24 Stunden.
Der Brief der Firma Wieland ist gleichzeitig eine Werbung für die Produkte.

Elektrotechnik Wieland
Vorderseite
Elektrotechnik Wieland
Rückseite

Paketkarte für Paket nach Jugoslawien, 1939
Barfreimachung mit Paketkartenstempel

Elektrotechnik Wieland
Eine gleichartige Paketkarte wurde auch 1937 verwendet.

Siehe auch:
 
Wiesner Gebrüder Schokoladenfabrik und Laden, Lange Straße 36
Brief im Fernverkehr bis 20 g, 27.04.1920

Wiesner Schokoladen

Wiesner Philipp Korbwarenfabrik, Nürnberger Str. 143
Drucksache bis 20 g, 1949

Korbwarenfabrik Wiesner

 
Wunder Armin EDV-Beratung, Böttgerstraße 6
Infopost DIN-Lang ohne Fenster mit Kundenmotiv 20 Jahre EDV-Beratung, 2015.

Infopost 20 Jahre

Mit dem Umschlag hat die EDV-Beratung Wunder Kunden in den Jahren 2015 angeschrieben.
Infopost DIN-Lang ohne Fenster mit Kundenmotiv Weihnachtsbaum, 2014 - 2015

Infopost Frohe Weihnachten

Mit dem Umschlag hat die EDV-Beratung Wunder Kunden in den Jahren 2014 und 2015 zum Weihnachtsfest angeschrieben.


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Z

Ziesenhenne & Appel Großhandel Elektrogeräte, Pödeldorfer Straße 11

Brief im Fernverkehr als Geschäftspapier, 1936.

Ziesenhenne & Appel 1936


Der Brief ist mit dem Werbestempel Im Postauto von Pegnitz in die Fränkische Schweiz gestempelt.
Brief im Fernverkehr als Geschäftspapier, 1939.

Ziesenhenne & Appel 1936

Der gleiche Briefumschlag an den gleichen Empfänger 1939.

Der Brief ist mit dem Werbestempel (Einzelstempel) Bamberg die schöne Stadt gestempelt.
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